Polymere

Polymere sind Makromoleküle und Polymerisate, die erst durch Zusätze zur Verarbeitungs- und / oder Eigenschaftsverbesserung zu Kunststoffen werden.

Atome sind die kleinsten Bausteine der Elemente. Sie können zu Molekülen, der kleinsten Einheit der chemischen Verbindung, zusammentreten. Moleküle mit dem 4-wertigen Kohlenstoff ( C ) in der Kette, die mindestens 2 funktionelle ( reaktionsfähige ) chemische Gruppen enthalten, können sich zu einer Kette mit sich wiederholenden Einheiten aneinander lagern ( thermoplastische Polymere, hergestellt durch Polyaddition ). Sind mehr als 2 reaktionsfähige Gruppen dabei beteiligt, kann es zu verzweigter Makromolekülstruktur oder zu Vernetzungen ( Duroplast ), die nicht schmelzbar und daher nicht thermoplastisch sind, kommen.

Wenn es sich bei den Endgruppen um Säuren ( -COOH ) und Aminen ( -NH2 ) oder Alkoholen ( -OH ) handelt, entstehen durch Polykondensation, d.h. Wasserabspaltung die Polyamide mit Amidgruppen ( -NH-CO- ) oder die Polyester mit Estergruppen ( -COO- ) in der Polymerkette. Diese linearen Polyamide sind Thermoplaste, d.h. unvernetzte Kunststoffe, die sich bei hohen Temperaturen plastisch verformen und damit in die gewünschte Form bringen lassen. Die meisten und bekanntesten Polymere wie Polyethylen ( PE ), Polypropylen ( PP ), Polyvinylchlorid ( PVC ), Polystyrol (PS),

Polybuten (PB), Polymethylmethacrylat ( PMMA ) = Acrylglas ) und deren Polymere, als auch das Acrylnitril-Butadien-Styrol-Terpolymere ( ABS ) sind die bekannten Polymere der Massenkunststoffe, die alle aus niedermolekularen Monomeren mit Kohlenstoff-Doppelbindungen ( -CH=CH- ) entstehen. Bei diesem Polymerisationsprozess werden diese Monomere unter Einfluss eines Katalysatorsystems und Wärme zur Öffnung der Doppelbindung gebracht, die sich in grosser Geschwindigkeit zu einer langen Kette von meist –CH2-Gruppen anbinden lassen. Die Anzahl der Monomereinheiten in der entstandenen Makromolekülkette nennt man den Polymerisationsgrad, der bei solchen Polymerisaten grösser als 1000 ist. Das Molekulargewicht eines Polymeren ergibt sich aus dem Produkt von Polymerisationsgrad und Molekulargewicht der Monomereinheit im Polymer. Dabei rechnet man immer mit Mittelwerten, da die einzelnen Polymerketten stets unterschiedlich lang sind.

Höherwertige Polymere sind die Basis für die sogenannten technischen Kunststoffe. Zu ihnen zählen Polyamide ( PA ), Polycarbonate ( PC ), Polyacetale ( POM, auch Polyoxmethylen genannt ), Polyester ( wie PET = Polyethylenterephthalat und PBT = Polybutylenterephthalat ), Polyphenylensulfid ( PPS ) und derenCopolymere und Blends ( Mischungen ), aber auch Polyphenylenether ( PPE )- Gemische.
Die Klasse der Hochleistungskunststoffe oder Hochtemperaturkunststoffe umfasst Polyimid

( PI ), Polyamidimid ( PAI ), Polyetheretherketon ( PEEK ), Polyetherimid ( PEI ), Polyethersulfon ( PES ), Polyphenylensulfon ( PPSU ), Polysulfon ( PSU ), Liquid-crystal Polymer ( LCP=aromatischer Polyester) Sie haben alle eine hohe Langzeit-Gebrauchstemperatur ( siehe RTI-Werte in der UL-Listung ), ausserordentlich gute Eigenschaften, einen hohen Preis und machen in der Menge nur etwa 1% aller thermoplastischen Kunststoffe aus.

Die EMS-GRIVORY produziert Polymere und modifiziert sie in Granulate für technische Kunststoffe, die weltweit auf dem Markt unter den Handelsbezeichnungen GRILON (PA6 und PA66), GRILAMID L (PA12), GRILAMID TR (transparente Polyamide), GRIVORY G (PA66-Blends) und GRIVORY HT (HT-Polyamid, partiell kristallines Polyamid) bekannt sind .Es sind dies nur Beispiele der wichtigsten technischen Kunststoffe.

 

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