Glossar

A

ABS (Acryl-Butadien-Styrol-Copolymer). Amorphes thermoplastisches Terpolymer (aus drei Monomeren ), vorzugsweise für Gehäuse von Haushalts- und Bürogeräten.

Additionspolymerisation (Polyaddition). Polymerisation durch wiederholten Additionsprozess von Monomeren, z.B. mit Doppelbindungen, Epoxidgruppen, ohne Abspaltung von Wasser oder anderer einfacher Moleküle.

Additiv (Zusatzstoff). Substanzen, die den Polymeren beigefügt werden, um eine oder mehrere Eigenschaften zu verbessern. In höheren Konzentrationen sind es oft Zuschlagstoffe, wie Füllstoffe, Weichmacher, Flammschutzmittel oder Verstärkungsstoffe von Glasfasern und / oder Glaskugeln (-pulver).

Aktivator. Substanz, die in geringen Mengen verwendet wird, um die Wirkung eines Beschleunigers zu erhöhen.

Alicyclische Verbindungen und Thermoplaste enthalten nichtbenzoide organische Strukturen mit CH 2 -Ringen.

Aliphatische Verbindungen und Thermoplaste enthalten lineare oder verzweigte Kohlenwasserstoffketten der Einheit (-CH 2-).

Aminharz (Aminoplast). Durch Polykondensation von aminogruppenhaltigen Verbindungen, wie Harnstoff oder Melamin, mit einem Aldehyd wie Formaldehyd oder einem Aldehyd bildenden Stoff, erhaltenes Kunstharz.

Amorphe Struktur. Keine kristalline Struktur im mikroskopischen Bereich nachweisbar. Gegensatz zu teilkristalliner Struktur.

Anorganisches Polymer. Polymer ohne Kohlenstoffatome in der Hauptkette, z.B. Polydichlorphosphazen, Polydimethylsiloxan.

Antiblockmittel. Stoff, der in Folien eingearbeitet oder auf sie aufgetragen wird, um deren Zusammenkleben während Herstellung, Lagerung oder Gebrauch zu verhindern.

Antioxidans. Zusatzmittel ,das zum Verzögern der Schädigung durch Sauerstoff verwendet wird.

Antistatikum. Ein in kleinen Mengen einem Werkstoff zugesetzte oder auf seine Oberfläche aufgebrachte Substanz, um der Bildung einer elektrischen Ladung auf der Werkstoffoberfläche entgegenzuwirken.

Aromatische Verbindungen und Thermoplaste leiten sich vom 6-Ring mit 3 alternierenden Doppelbindungen (Benzol) oder vom Naphthalin ab. Gegensatz sind aliphatische Verbindungen.

ASA (Acrylnitril-Styrol-Acrylester-Polymergemisch). Acrylester ist gleichmässig im SAN (Styrol-Acrylnitril)-Polymergerüst verteilt und durch die aufgepfropften SAN-Ketten damit verbunden.Witterungsbeständiger, transparenter Thermoplast.

Atom. Kleinste Einheitsmenge eines chemischen Elementes. Das Element Kohlenstoff ( C ) ist die Basis der organischen Chemie. Andere Atome in Polymeren: H (Wasserstoff), O (Sauerstoff), N (Stickstoff), S (Schwefel), Cl (Chlor) und F (Fluor).


B

Beschleuniger (Beschleunigungskatalysator). Substanz, die in geringer Menge in einem chemischen System (reagierende Stoffe plus andere Zusätze) verwendet wird, um die Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen.

Blockpolymer. Polymer, dessen Moleküle aus linear verketteten Blöcken besteht. Die Blöcke sind im Polymermolekül direkt oder über eine Struktureinheit, die nicht Teil der Blöcke ist, verbunden.


C

Carboxymethylcellulose (CMC). Glykolsäureester der Cellulose.

Celluloseacetat (CA). Essigsäureester der Cellulose.

Celluloseacetobutyrat (CAB). Gemischter Essig- und Buttersäureester der Cellulose.

Celluloseacetopropionat (CAP). Gemischter Essig- und Propionsäureester der Cellulose.

Cellulosepropionat (CP). Propionsäureester der Cellulose.

Compound (Formmasse). Innige Mischung eines oder mehrerer Polymeren mit anderen Bestand teilen , z.B. wie Füllstoffen, Weichmacher, Farbstoffen und anderen Additiven durch Extrusion(Compoundieren) zur Eigenschaftsverbesserung und Änderung. Diese Formmassen werden thermoplastisch, z.B. durch Spritzgiessen oder Extrusion, verarbeitet.

Copolymer. Polymer, hergestellt aus mehr als einer Art Monomer. Die Monomereinheiten sind in der Regel in Polymerketten statistisch verteilt.


D

Depolymerisation. Abbau eines Polymeren zu seinem Monomer oder zu einem Polymer niedriger molekularer Masse.

Duroplast. Kunststoff, der mit Wärme oder anderen Mitteln härtbar ist und sich dabei in ein praktisch unschmelzbares und unlösliches Produkt verwandelt. Der Begriff umfasst den ungehärteten, wie den gehärteten Zustand.

Duroplastische Elastomere (Gummi-artige Polymerstrukturen) sind chemisch zu einem weit maschigen Raumnetzmolekül verknüpft, wodurch das Rückstellverhalten nach mechanischer Beanspruchung festgelegt ist. Daher weisen sie unterschiedliche Gummi-Elastizität auf.


E

E-Modul (Elastizitätsmodul). Verhältnis von Spannung zu der entsprechenden Verformung in einem Werkstoff, unterhalb der Proportionalitätsgrenze, aus Biege- und Zugversuch.

Einlegeteil (Einlage, Einpressteil). Teil aus Metall oder anderem Werkstoff, das beim Formen am gewünschten Ort in die Masse eingebettet oder in das fertige Formteil eingefügt wird.

Elastische Verformung. Teil der totalen Verformung eines belasteten Kunststoffs, der nach Aufhebung der Last verschwindet.

Elastomer. Makromolekularer Werkstoff, der nach einer namhaften Verformung, die durch eine schwache Last erzeugt wurde, nach Entfernen der Last rasch wieder ungefähr in seine ursprüngliche Form zurückkehrt.

Emulsionspolymerisation. Suspensionspolymerisation, bei der zum Dispergieren und Stabilisieren des Monomeren als feinste Tröpfchen Emulgatoren verwendet werden, was zur Bildung eines Latex führt.

E/P (Ethylen-Propylen-Copolymer). Thermoplaste mit elastischen Eigenschaften aus den beiden Monomeren in statistischer Verteilung im linearen Makromolekül. Wird die Polymerkette mit Maleinanhydrid gepfropft, entstehen bewährte Schlagmodifikatoren für die hydrophilen Polyamide.

EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Copolymer). Elastomeres, thermoplastisches Terpolymer. Das Dien ist Butadien, wobei restliche Doppelbindungen zu Verzweigungen und Vernetzungen geführt werden können. M steht für Monomer.

Epoxidharz (EP, Epoxy-Harz). Kunstharz, das Epoxy-Gruppen enthält, die sich durch härtende, mehrfunktionelle Substanzen (Härter) zu unschmelzbaren Duroplast vernetzen lassen, z.B. Zweikomponenten-Kleber, und Bodenbeschichtungen.

Extruderschnecke mit einem oder mehreren wendelförmigen Stegen, oft in verschiedenen Zonen mit unterschiedlichen Gangtiefen und gelegentlich anderen Steigungen unterteilt, üblicherweise mit einem zylindrischen Teil an einen und einer gewölbten oder spitzen Fläche am anderen Ende, um die geschmolzene Kunststoffmasse entlang des Zylinders zu bewegen.

Extrusion. Verarbeitungsverfahren, bei dem aufgeheizte oder nicht aufgeheizte Formmassen durch eine geformte Öffnung gedrückt werden, um ein endloses, geformtes Teil zu bilden.

Extrusionsblasverfahren: Ein dickwandiger Schmelzeschlauch wird taktweise vertikal nach unten ins Freie extrudiert. Damit er sich durch das Eigengewicht nicht in der Wandstärke verändert, sind sehr hochviskose Polymere mit hoher Schmelzefestigkeit erforderlich. In einer zweiteiligen Form wird der Schlauch aufgeblasen und nimmt dabei durch Abkühlen die Gestalt des gewünschten Hohlkörpers an. Anwendungen im Motorraum von Automobilen (z.B. mit PA).

Extrusionswerkzeug (Extrusionsdüse). Durchbohrter Metallblock mit formgebender Austrittöffnung, durch den Kunststoff-Formmasse extrudiert wird.


F

Flammschutzmittel. Stoff, der die Fortpflanzung einer Flamme merklich verzögert. Flammschutzmittel können als Zusatzstoffe in Kunststoffe eingearbeitet oder mit chemischen Gruppen ins Basispolymer durch die Verwendung reaktiver Zwischenprodukte während des Polymerisationsvorgangs fixiert werden.

Folienblasverfahren. Extrusion eines thermoplastischen Schlauches, der während der Rotation und Kühlung ständig durch ein inertes Gas unter Innendruck steht (Blasfolie, Schlauchfolie).

Folienextrusion. Extrusionsverfahren, bei dem ein erwärmter Thermoplast durch eine Düse zu einer Folie geformt wird. (Breitschlitzdüsenextrusion).

Formteil. In einem geschlossen Werkzeug hergestellter Gegenstand, z.B. durch Pressen, Spritzpressen, Spritzgiessen.

Formtrennmittel (Entformungshilfsmittel). Stoff, der an die Innenseite des Formwerkzeugs aufgebracht oder der Formmasse zugegeben wird, um das Entformen des hergestellten Produkts zu erleichtern.

Füllstoff (Zuschlagstoff). Verhältnismässig inerter fester Stoff, der gut verteilt einem Kunststoff beigemischt wird, um dessen Festigkeit, Stabilität, Verarbeitungs- oder andere Eigenschaften zu verbessern oder um den Preis zu senken.


G

Giessen. Verfahren, bei dem eine dünn- bis zähflüssige Masse in ein Formwerkzeug oder auf eine vorbereitete Oberfläche gegossen oder auf andere Art auf- oder eingebracht wird und ohne äusserliche Druckanwendung härtet.

Giessharz. Kunstharz in flüssiger Form, das in ein Formwerkzeug gegossen oder auf andere Art eingebracht werden kann, um feste Formteile zu bilden.

Gleitmittel. Einer Kunststoffmischung in kleiner Menge zugesetzter Stoff, der die Verarbeitung erleichtert und das Kleben verhindert.

Granulat (-korn). Kleiner vorgeformter Körper einer Formmasse mit relativ einheitlichen Abmessungen einer Charge, der als Beschickungsmaterial für Verarbeitungsmaschinen dient.


H

Haftvermittler. Stoff, der die Haftung der Harz-Matrix auf der Oberfläche des Verstärkungsmaterials ermöglicht oder verbessert. Der Haftvermittler kann auf die Verstärkung aufgebracht und / oder dem Kunstharz zugemischt werden.

Heissgasschweissen. Druckschweissverfahren, bei dem die zu verbindenden Flächen durch einen Strom heisser Luft oder inerten Gases erweicht werden.

Heisssiegeln. Verfahren, um zwei oder mehr Werkstoffschichten, wobei mindestens eine, eine thermoplastisch ist, miteinander zu verbinden. Durch Erwärmen der Berührungsstelle auf Schmelztemperatur und durch Druckanwendung wird die Verbindung optimiert.

Heissprägen. Kunststoffverzierungs- oder Markierungsverfahren, bei dem eine pigmentierte oder metallisierte Folie mit einem heissen Stempel an den Kunststoff gepresst wird, wobei Pigment oder Metall darauf übertragen werden und daran haften.

Hochfrequenzschweissen (HF-Schweissen). Druckschweissverfahren, bei dem die zu verbinden den Flächen durch in einem Hochfrequenzfeld erzeugte Wärme erweicht werden.

Hochpolymer. Aus polymerer, relativ hochmolekularer Masse bestehender Stoff. Grundsätzlich wird ein lineares Polymer als hochpolymer betrachtet, wenn seine physikalischen Eigenschaften (insbesondere sein viskoelastisches Verhalten) nicht merklich mit der relativen Molekularmasse variiert. Der Begriff wird in der Umgangssprache zu Polymer gekürzt.

Homopolymer. Polymer, das auf nur einer Art Monomer aufgebaut ist.


K

Kalander. Maschine mit mehreren Walzen, wobei die beiden eines zusammengehörigen Paares gegenläufig sind. Die Maschine wird zur Herstellung von Folien, Platten, beschichteten Produkten oder Schichtstoffen verwendet, deren Dicke durch die Einstellung des Zwischenraumes des letzten geheizten Walzenpaares bestimmt wird.

Katalysator. In geringen Mengen verwendeter Stoff, um die Geschwindigkeit einer chemischen Reaktion zu erhöhen, der theoretisch am Ende der Reaktion unverändert vorliegt. (Aktivator, Auslöser, Beschleuniger, Inhibitor, Reglersubstanz, Verzögerer).

Konditionieren (Konditionierung). Die Gesamtheit der Vorkehrungen um ein Muster oder einen Probekörper betreffend Temperatur und Feuchtigkeit auf Bezugsbedingungen zu bringen.

Kresol-Formaldehyd-Harz (CF). Phenoplast, der durch Polykondensation von Kresol mit Formaldehyd erhalten wird.

Kunstharz. Fester oder halbfester organischer Stoff mit unbestimmter, oft hoher Molmasse, mit Tendenz unter Spannung zu fliessen, mit üblicherweise einem Erweichungs- oder Schmelzbereich und mit unregelmässigen Flächen bei Bruch.

Kunststoff (Plastik). Werkstoff, der als hauptsächlichen Bestandteil ein Hochpolymer enthält und spanlos zu Fertigprodukten oder Halbzeug geformt werden kann. Elastomere Werkstoffe, die auch spanlos geformt werden können, werden nicht als Kunststoffe bezeichnet.

Kunststoff-Rohstoff (Kunststoff-Neumaterial). Kunststoff in Form von Granulat, Körnern, Pulver, usw., der nur für Weiterverarbeitung bereitgestellt wird.


L

Latex. Kolloidale, wässrige Dispersion eines polymeren Stoffes.

LCP (Liquid Crystal Polymers). Hochtemperatur-schmelzendes Thermoplast von hoher Kristallinität, wobei diese eine verstärkende Wirkung für die Zugfestigkeit in uniaxialer Richtung hat. Als Hochleistungskunststoff mit hoher Wärmebeständigkeit ist es ein aromatischer Polyester.

Leiterpolymer. Polymer mit doppelreihiger Hauptkette.

Ligninharz. Durch Erwärmen von Lignin oder durch Reaktion von Lignin mit Chemikalien oder Harzen hergestelltes Kunstharz, wobei Lignin den grössten Masseanteil ausmacht.

Lösungspolymerisation. Polymerisation, bei der das in einem Lösungsmittel gelöste Monomer zu einem Polymer reagiert, das im Lösungsmittel löslich sein kann oder ausfällt.


M

Massenpolymerisation. Polymerisation, bei der sich das Monomer (Gas, Flüssigkeit oder fester Stoff) in einer homogenen Phase befindet, ohne Verwendung von Lösungs- oder Dispergiermitteln.

Masterbatch. Innige Mischung eines Polymeren mit einem hohen Prozentsatz einer oder mehrerer Komponenten ( Farbmittel und/oder anderer Zusatzstoffe ) in bekanntem Verhältnis. Sie wird in geeigneten Anteilen dem Basispolymer zugesetzt, um eine Formmasse herzustellen.

Melamin-Formaldehyd-Harz (MF). Durch Polykondensation von Melamin mit Formaldehyd oder mit einer Verbindung, die Methylenbrücken bilden kann, entsteht dieser Aminoplast.

Molekül besteht aus miteinander verbundenen ,gleichen oder ungleichen Atomen. Kohlenstoffe ( C ) untereinander verbunden, oft auch mit H, O, N und S, ergeben die organischen Moleküle (Verbindungen, Substanzen).

Molekulargewicht (Molmasse), M. Verhältnis des Gewichts eines Moleküls zu einem Zwölftel eines C-Atomgewichtes. Mol ist M, ausgedrückt in Gramm.


N

Novolack. Phenolharz mit einem Formaldehyd-Phenol Verhältnis kleiner als 1:1, das in der Regel thermoplastisch bleibt, bis es mit einem angemessenen Zusatz einer Verbindung (z.B. Formaldehyd oder Hexamethylentetramin), die zusätzliche Bindungen ermöglicht, ein unschmelzbares Produkt( Duroplast )ergibt.


O

Oligomer. Substanz besteht aus Molekülen, die eine kleine Anzahl von Struktureinheiten enthalten.


P

PA (Polyamide) sind Polymermoleküle, die die periodisch auftretende Amid-Gruppe-CO-NH- enthalten. Auch Nylon genannt. Als technischer Kunststoff ist PA mit vielen Arten von Zusätzen zur Eigenschaftsverbesserung compoundiert.

PAR (Polyarylat). Amorpher Thermoplast, basierend auf Tere- und Isophthalsäure und Bisphenol A in der Polymerkette, ist ein witterungsbeständiger, teilaromatischer Polyester.

PBT (Polybutylenterephthalat). Durch Polykondensation von Butylenglykol mit Terephthalsäure oder Dimethylterephthalat hergestellter thermoplastischer Polyester. Mit ausgewählten Zusätzen entsteht der technische Kunststoff PBT.

PC (Polycarbonat) ist ein thermoplastisches, amorphes Polymer, das die periodisch auftretende Carbonat-Gruppe (-O-COO-) in der Polymerkette enthält. Es findet unter anderem Anwendungen als äusserst schlagzähe, transparente Schutz- und Sichtplatten, sowie Schutzhelme.

PEBA Polyetherblockamide) Polyamid Hochleistungselastomere, deren Makromoleküle sich aus Polyamid-Hartsegmenten sowie Polyether-Weichsegmenten aufbauen.

Perlpolymerisation. Polymerisation, bei der das Monomer in relativ grossen Tröpfchen in Wasser oder anderen geeigneten Flüssigkeiten dispergiert ist. Dadurch entsteht ein perlförmiges Polymer.

PET (Polyethylenterephthalat) ist ein Polyester mit sich in der Polymerkette wiederholenden Estergruppen (-COO-) und dazwischen liegendem Benzolring (-C6H4-) und Ethylengruppen (-CH 2 – CH 2-), hergestellt durch Polykondensation von Terephthalsäure und Ethylenglykol. Er wird verwendet zur Herstellung von Polyester-Fasern und PET-Getränkeflaschen.

Pfropfpolymer. Polymer, an dessen Molekülen in die Hauptkette eine oder mehrere Blöcke als Seitenketten gebunden sind. Dabei haben diese Seitenketten andere strukturelle Kennzeichen als die Hauptkette.

Phenol-Formaldehyd-Harz (PF). Durch Polykondensation von Phenol mit Formaldehyd hergestellter Phenoplast.

Plastifizieren. Eine thermoplastische Formmasse durch mechanisches Bearbeiten und/oder Wärme zufuhr besser verarbeitbar machen, z.B. auch durch Zugabe von Weichmachern.

Plastik (Kunststoff). Hochmolekulare Verbindungen (Polymere oder Makromoleküle), meist mit Zu sätzen : lineare oder verzweigte Struktur (thermoplastische Elastomere oder Thermoplaste) und vernetzte Struktur, die nicht schmelzbar sind (Duroplaste und Elastomere). Sie kommen durch Verknüpfung von sehr vielen kleinen Molekülen zustande.

Plastizität. Eigenschaft eines Stoffes, die Verformung beizubehalten, wenn die Verformungsspannung bis an die Fliessgrenze oder darunter vermindert wird.

PMMA (Polymethylmethacrylat, Acrylglas, Plexiglas) ist ein transparenter Thermoplast von hoher Glasklarheit und Brillanz. Hohe Härte und Witterungsbeständigkeit führten zu breiter Anwendung im Automobilbau. Sprödigkeit wird durch Mischen mit Elastomeren aufgehoben (mit AN=Acrylnitril als Monomer). In der chemischen Struktur hat PMMA in der linearen CH 2-Kette an jeder zweiten Stelle eine Methyl (CH3-)- und eine Methylester-Gruppe (-COO-CH3 ).

Polyacrylat (PAK). Polymer eines Acrylsäureesters, eines Homologen oder eines substituierten Derivates von Acrylsäuren. Formmasse besteht zur Hauptsache aus Polyacrylaten.

Polyamid 6 (Polycaprolactam, PA 6, Nylon 6) ist ein PA mit 6 C-Atomen in der Monomereinheit, hergestellt aus dem ringförmigen Caprolactam (7-gliedriger Ring mit Amidgruppe) durch Ring-öffnende Polymerisation zur Polymerkette. Mit Additiven ist PA 6 ein zäher technischer Kunststoff. Es wird viel für Barrierefolien und Chemiefasern eingesetzt.

Polyamid 66 (PA 66, Nylon 66) wird hergestellt durch Polykondensation von Hexamethylendiamin (6 C-Atome) und Adipinsäure (6 C-Atome) unter Wasserabspaltung. Mit Additiven entsteht ein zäher Thermoplast für Automobil- und Elektroteile. PA 66 ist auch als Chemiefaser bekannt.

Polyamid 12 (PA 12 ) ist ein thermoplastisches Polymer mit 12 C-Atomen in der Monomereinheit, hergestellt aus Laurinlactam (13-gliedriger Ring mit Amidgruppe), durch Ring-öffnende Polymerisation zur Polymerkette und hat das geringste Feuchtigkeitsaufnahmevermögen unter den PA-Typen und damit weniger Eigenschaftsänderungen durch Umgebungseinflüsse.

Polyblends (Alloys) sind Mischungen, oft auch Legierungen genannt, verschiedener Thermoplaste zum Erzeugen neuer Kunststoffmaterialien mit bisher nicht vorhandenen Eigenschaftsprofilen.

Polyester sind Kunststoffe, die durch Veresterung von mehrwertigen Alkoholen und Säuren hergestellt werden. Verwendung u.a. für Fasern, Harze und Lackstoffe (Thermoplast oder duroplastisches Alkydharz).

Polyether. Polymer, das in der Kette die wiederholte Struktureinheit des Ethertypus (-0-) aufweist.

Polyethylen (PE) ist eine Familie weicher teilkristalliner Thermoplaste, hergestellt aus Ethylen (CH2 =CH2 ), mit unterschiedlicher Struktur: Verzweigte Makromoleküle : PE-LD (low density)= Hochdruck-PE. Lineare Makromoleküle : PE-HD (high density)= Niederdruck-PE mit höheren Kristallinitätsanteil. Neues Metallocen- katalysiertes PE weist durch noch höhere Linearität verbesserte Eigenschaften auf. PE ist ein weitverbreiteter Massenkunststoff.

Polyisobutylen (PIB). Polymer von Isobutylen (2-Methylpropen).

Polykondensation (Kondensationspolymerisation). Polymerisation durch einen wiederholten Kondensationsprozess unter Abscheidung einfacher Moleküle, meist Wasser.

Polymerisationsgrad (P). Die mittlere Anzahl Basiseinheiten pro Makromolekül, die aus regelmäsig wiederkehrenden Einheiten bestehen. Die Art des Mittelwertes muss nach der Bestimmungsmethode angegeben werden: Zahlenmittel, Viskositätsmittel oder Massenmittel.

Polyolefin. Polymer eines oder mehrerer Olefine. Kunststoff aus diesen Polymeren und Copolymeren solcher Monomere mit anderen Monomeren, wobei die Olefine den grössten Masseanteil ausmachen, z.B. PE und PP.

POM (Polyoxymethylen, Polyacetal). Teilkristalliner technischer Thermoplast mit der sich wiederholenden Struktureinheit ( – CH2 – O-) im Makromolekül, hergestellt aus Formaldehyd (CH2 O) oder dessen cyclisches Trimer (Trioxan). POM zeichnet sich durch Härte, Steifigkeit und gutes Gleitverhalten aus.

Polyvinylalkohol (PVOH). Polymer des hypothetischen Vinylalkohols. Praktisch wird es durch Hydrolyse von Polyvinylacetat, erhalten.

PP (Polypropylen) ist ein thermoplastischer, kristalliner Massenkunststoff, hergestellt durch Polymerisation von Propylen. PP ist weitverbreitet, preisgünstig und weist das grösste Wachstumspotential auf. Es existieren Copolymere und Block-Copolymere. Stark verbesserte Eigenschaften weist das neu eingeführte isotaktische und syndiotaktische PP mit regelmässiger, molekularer Anordnung auf. Es wird zum Teil mit den neuen Metallocen-Katalysatoren hergestellt.

PPA (Polyphthalamid HT-PA) ist eine Gruppe von Hochtemperatur-Polyamiden, hergestellt aus den aromatischen Monomeren Terephthalsäure und Isophthalsäure (HOOC-C6H4 – COOH) und Hexamethylendiamin (6 C-Atome), z.B. PA 6T/6I mit höchster Temperaturbeständigkeit unter den Polyamiden. Sie sind neue Produkte für Automobil- und Elektroteile.

PPE (Polyphenylenether oder – oxid = PPO) ist ein aromatischer Polyether mit der Ethergruppe (-O-) zwischen den Methyl-substituierten Benzolringen. Als Polykondensat ist es oberhalb von 100O C nicht beständig. Im Handel ist es daher nur als Polyblend (Gemisch) mit Polystyrol oder Polyamid.

PPS (Polyphenylensulfid) ist ein linearer, hochkristalliner Thermoplast mit S-Brücken zwischen den Benzolringen im Makromolekül. Bei verzweigten Typen kann durch thermische Nachbehandlung eine duroplastische Struktur erzielt werden. PPS weist mit Glasfasern verstärkt Dauertemperatur-Beständigkeiten bis 240O C auf und findet Anwendungen in der Elektronik- und Automobilindustrie.

Prägen. Verfahren, um erhabene Zeichnungen auf Oberflächen zu erhalten.

Prepreg. Mischung von Kunstharzen (mit oder ohne Füllstoffen), Additiven und Verstärkungsmitteln in Gewebe- oder Faserform, die zur Weiterverarbeitung bereit sind.

PS (Polystyrol) ist ein linearer Massen-Thermoplast von amorphem Charakter mit ataktisch angeordneten Benzolringen als Seitenanhang an jedem zweiten C-Atom der CH 2 – Polymerkette. PS ist transparent und relativ spröde. Von ihm leiten sich zahlreiche Copolymere ab. Bekannt ist besonders auch der PS-Schaumstoff. Neue regelmässig aufgebaute PS-Strukturen ergeben syndiotaktisches PS (=SPS) mit hoher Kristallinit und einer Schmelztemperatur von 270OC.

PSU (Polysulfon) gehört zu den hochwärmebeständigen, amorphen Thermoplasten und enthält zwischen den teilaromatischen Strukturen der Polymerkette Sulfon (-SO 2-) und Ether (-O-)- Gruppierungen. Es weist eine gute Wärmeformbeständigkeit und Hydrolysestabilität mit Sterilisierbarkeit in Heissluft und Dampf auf.

PTFE (Polytetrafluorethylen, Teflon). Linear gebautes Makromolekül mit der Monomereinheit – CF2–CF2-, hoher Kristallinität und Schmelztemperatur von 327OC. Es ist das bekannteste Fluorpolymer mit ausgezeichneter Chemikalienbeständigkeit. Schwierig ist die Verarbeitung : Beschichtungen und Imprägnierungen mit Dispersionen, Presssintern bei 380OC, Pulver-Rammextrusion oder Pastenextrusionen (für Schläuche).

Pulverformverfahren. Allgemeine Bezeichnung für drucklose Formverfahren, bei denen trockene, schmelzbare Pulver an einer Werkzeugwand in gleichmässiger Schicht aufgeschmolzen werden.

PUR (Polyurethan). Thermoplastische PUR-Elastomere (T-PUR) sind wiederaufschmelzbare Polymerstrukturen mit Hart- und Weichsegmenten zwischen den sie verbindenden Urethanstrukturen (-NH-COO-) im Makromolekül, hergestellt aus Diolen (-OH) und Diisocyanaten (-NCO). Für duroplastische PUR-Typen mit höherer Gummi-Elastizität werden mehrfunktionelle Polyole und Tri-sowie Polyisocyanate als Reaktionspartner eingesetzt. Die Weichsegmente können Polyether (-O-)

für Polyetherurethane oder Polyester (-COO-) für Polyesterurethane sein. Enderzeugnisse sind z.B. Skischuhe, Sportbahnbeläge, Weich-, Hart- und Integralschaumstoffe.

PVC (Polyvinylchlorid). Dieser thermoplastische Massenkunststoff enthält im Polymermolekül die Monomer – Struktureinheit –CH2–CHCl- und besitzt eine ausserordentliche Langzeit-Beständigkeit als PVC-U (Hart-PVC) in Form bewährter Leitungsrohre. Mit Weichmacher ist PVC-P (früher PVC-W) relativ weich und leicht zu verarbeiten. Diskussionen gab es über die bei der Verbrennung ent= stehende Salzsäure (HCl) in Hinblick auf Umweltschädigungen.


R

Reaktionsspritzgiessverfahren (RIM). Spritzgiessverfahren, bei dem mehrere reaktive Komponenten, mit oder ohne Füllstoffen, unter hohen Druck in einem Intensivmischer gemischt werden, um direkt anschliessend in das geschlossene Formwerkzeug eingespritzt zu werden. Reaktiver Verdünner (RV). Niederviskose Flüssigkeit, die einem hochviskosen, lösungsmittelfreien Duroplast-Klebstoff (oder Giessharz) zugesetzt wird und während des Härtens mit dem Basisharz chemisch reagiert (z.B. Epoxi-Verbindungen).

Recken. Verfahren, um eine thermoplastische Platte, eine Folie, ein Rohr oder eine Faser zu dehnen, um den Querschnitt zu verringern und die physikalischen Eigenschaften durch Orientierung zu verbessern.

Regler. In kleinen Mengen eingesetzter Stoff, um die relative molekulare Masse ( Molekulargewicht ) während der Polymerisation zu steuern.

Relative Viskosität. Verhältnis der Viskosität einer definierten Lösung zur Viskosität des Lösungsmittel unter festgelegten Bedingungen.

Rotationsgiessen. Verfahren, um aus flüssigen Kunstharzen oder geschmolzenen Thermoplasten Hohlkörper herzustellen, wobei ein Werkzeug eine Beschickung des Harzes enthält und bei relativ niedriger Geschwindigkeit um eine oder mehrere Achsen gedreht wird, bis das Harz die Formhöhlung gleichmässig bedeckt, worauf es mit geeigneten Mitteln gehärtet wird.

Rotationsschmelzen. Verfahren, analog dem Rotationsgiessen, bei dem trockene, schmelzbare feine Pulver auf die Formhöhlung verteilt geschmolzen und abgekühlt werden.


S

Schaumkunststoff (Schaumstoff). Kunststoff, dessen scheinbare Dichte durch die Anwesenheit zahlreicher, in seiner Masse verteilter, kleiner, offener oder geschlossener Hohlräume ( Zellen) verringert ist. Schichtpressstoffplatte (Duroplast). Platte, bestehend aus übereinandergeschichteten, durchgehend mit einem härtbaren Harz imprägnierten Lagen von Papier, Gewebe, Holzfurnier oder Filz (Matte), die untereinander unter Druck, mit oder ohne Wärmezufuhr, verbunden werden und dabei ein einziges Teil zu bilden.

Schleuderformen. Herstellverfahren für hohle, zylindrische Teile, wobei ein Formwerkzeug mit trockenem, schmelzbaren Pulver unter hoher Geschwindigkeit um eine Achse dreht, bis das Pulver durch Wärmezufuhr geschmolzen, geformt und wieder abgekühlt ist.

Schleudergiessen. Herstellverfahren für hohle zylindrische Teile, wobei ein Formwerkzeug, das ein flüssiges Monomer oder Prepolymer oder eine Polymerdispersion enthält, mit hoher Geschwindigkeit um eine Achse dreht, während das Polymer mit geeigneten Mitteln, wie Wärmezufuhr, polymerisiert, aushärtet und abkühlt.

Silikon (Kunststoff aus Silikonen, SI). Kunststoff aus Polymeren, deren Hauptpolymerkette alternierend aus Silicium – und Sauerstoffatomen besteht.

Spritzblasformverfahren (Spritzblasen). Blasformverfahren, bei dem durch Spritzgiessen auf einen Kern ein Vorformling hergestellt und der in einem zweiten Formwerkzeug zu der endgültigen Gestalt aufgeblasen wird.

Spritzgiessverfahren (Spritzgiessen). Formverfahren, bei dem die Formmasse vom geheizten Zylinder aus, unter Druck durch eine Düse (Angiesskanäle, Anguss) in die Höhlung des geschlossenen Werkzeugs eingespritzt wird und dabei abkühlt und sich verfestigt.

Spritzpressverfahren (Transferpressen). Pressformverfahren für Duroplaste, bei dem die Formmasse von der geheizten Transferkammer in die Formhöhlung gespritzt (transferiert) wird.

Stabilisator. Gewissen Kunststoffrezepturen zugesetzte Substanz, die während der Verarbeitung und Anwendungsdauer das Beibehalten der Werkstoffeigenschaften unterstützt.

Strangziehen. Verfahren zum Herstellen endloser Profile aus verstärktem Kunststoff mit hoher Zugfestigkeit in der Länge, indem harzgetränkte, endlose Stränge von Verstärkungsmaterial durch eine geheizte Düse und, wenn nötig, zum Nachhärten durch einen Heizkanal gezogen werden.

Streckmittel (Extender). Flüssiger oder fester Stoff, der einem Kunstharz, Kunststoff oder Klebstoff zur Kostensenkung zugesetzt wird.


T

Terpolymer. Polymer aus drei Monomerarten in statistischer Verteilung im linearen Makromolekül. Thermoplastische Eigenschaft. Eigenschaft eines Kunststoffs, in einem für ihn typischen Temperaturbereich, wiederholt in der Wärme zu erweichen und beim Abkühlen fest zu werden und im erweichten Zustand wiederholt durch Fliessen zum Formteil, Extrudat oder Umformteil oder Gegenstand formbar zu sein.

Thermoplastische Elastomere. In den Makromolekülen besitzen sie in Teilbereichen physikalische, weitmaschige Vernetzungspunkte (starke Nebenvalenzkräfte oder Kristallite), die zu dem elastischen Verhalten führen, aber auch in der Wärme aufgehoben werden können.

Tiefzieh-Warmformen. Warmformverfahren, bei dem die zu verformende Platte während des Formprozesses nach Innen gleiten kann und die Gestalt der Form annimmt.

Tiefziehen. Verfahren, eine thermoplastische Platte oder Folie unter hohem Streckverhältnis in einem Werkzeug zu formen.

Topfzeit (Gebrauchsdauer). Zeitdauer von zubereiteten Klebstoffen und Kunstharzen, während der sie verarbeitungsfähig bleiben.

Treibmittel. Stoff, der beim Herstellen von Schaumstoffteilen zum Auftreiben verwendet wird. Treibmittel können komprimierte Gase, leichtflüchtige Flüssigkeiten oder Chemikalien, die durch Zersetzung oder Reaktion ein Gas abspalten, sein.

Trimer. Aus drei Einheiten einer einzigen Art Monomer bestehendes Oligomer.


U

UF-Harz (Harnstoff-Formaldehyd). Durch Polykondensation beider Komponenten entsteht ein dünnflüssiges Harz, das durch Pressen und Spritzgiessen bei 150 O C unter weiterer Wasserabspaltung zu vernetzten, harten Duroplast führt. UF-Harze haben u.a. grosse Bedeutung als Lackharze, Leim und Klebstoffe, Isolierstoffe, Schichtpressstoffe und Hartschaumstoffe erlangt. Ultraschallschweissen. Schweissverfahren, bei dem die Fügeteile mit Wärme aus Ultraschall angeregten Schwingungen erweicht werden.

Umformen. Spanloses Verarbeitungsverfahren, bei dem Platten, Stäbe oder Rohre in eine gewünschte Form (Gestalt) gebracht werden. Dazu zählen Tiefziehen, Kanten, Warmformen, Schmieden, Prägen usw.

Ungesättigter Polyester (UP). Durch ungesättigte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen in der Polymerkette gekennzeichnete Polyester, die mit einem Monomer oder Prepolymer vernetzt werden.


V

Vakuum-Warmformen. Warmformverfahren, bei dem die Formgebung durch Ansaugen einer erwärmten Kunststoffplatte an eine Werkzeugoberfläche mit Vakuum erfolgt.

Verbundschaumkunststoff. Schaumkunststoff, in dem die niedere Dichte durch den Einbau von Mikrohohlkörpern erreicht wird.

Verbundstoff (Verbundwerkstoff). Feststoff, bestehend aus zwei oder mehr unterschiedlichen Phasen, umfasst ein Bindemittel (Matrix) und eine aus Teilchen oder Fasern bestehende Phase.

Verstärkter Kunststoff. Kunststoff mit eingebetteten hochfesten Fasern, um gegenüber dem Basisharz oder dem Thermoplast stark erhöhte Festigkeitseigenschaften zu erhalten.

Weichmacher. Stoff mit niedriger oder vernachlässigbarer Flüchtigkeit, der einem Kunststoff zugesetzt wird, um dessen Erweichungsbereich herabzusetzen und die Verarbeitbarkeit, Flexibilität und Dehnbarkeit zu verbessern.

Whisker sind als Verstärkungsstoff verwendete, kurze, faserartige, anorganische Einkristalle.

Z

Zonen (Extruderschnecke). Teile einer Extruderschnecke mit Gangbreite und- tiefe für bestimmte Aufgaben, zum Beispiel Einzug, Kompression, Entgasung, Mischung, Dosierung, usw.

Zugfestigkeit. Maximale Spannung, die ein Kunststoff im Zugversuch kurz vor dem Bruch aushält. Wird die Maximalspannung an der Fliessgrenze erreicht, spricht man von Zugfestigkeit an der Fliessgrenze. Wird die Maximalspannung beim Bruch erzielt, ist es die Bruchfestigkeit oder Reissfestigkeit im Zugversuch.


 


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